Samstag 24.9.
Da wir am Freitag nichts gemacht hatten, obwohl Sani schon Wochenende hatte, wollten wir heute etwas unternehmen. Einen konkreten Plan hatten wir noch nicht, als Sani mich Mittags abgeholt hat, nur dass wir nach Seoul wollten. Während der Fahrt in der Metro haben wir uns entschieden den Gyeong-bok Palast zu besuchen.Bei der letzten Metrofahrt war mir überhaupt nicht klar, wie viel wir im Endeffekt bezahlt haben. Da ich mittlerweile etwas besser über das Bezahlsystem bescheid weiß, konnte ich nun sehen, dass die Fahrt nach Seoul 3250 Won (2,60 Euro) kostet. Gemessen an der Fahrtstrecke von circa 50 Kilometern ein guter Preis.
In Seoul angekommen haben wir uns direkt auf den Weg zum Palast gemacht. Auf dem Weg dorthin sind wir an mehreren Kostümverleihen, mehreren kleinen Verkaufsständen und einigen Darbietungen vorbeigekommen. Besonders interessant war hierbei die Darbietung eines traditionellen Seiltänzers, die wir uns einige Minuten lang angeschaut haben.
Im Palast haben wir uns gleich ein Kombiticket gekauft, in dem der Eintritt von drei anderen Palästen und einem Schrein enthalten ist. Das ganze hat insgesamt nur 10.000 Won (8 Euro) gekostet, was ziemlich günstig ist. In Europa hätte man allein für den Gyeong-bok Palast so viel bezahlen müssen. Der Palast war sehr schön und ganz anders als die Paläste, die man aus Europa kennt. Geht man durch das erste Tor, so kommt man auf einen großen, leeren, rechteckigen Platz. Von diesem Platz aus kommt man durch ein weiteres Tor auf einen weiteren Platz an dessen Ende das Haupthaus des Palasts steht. Das Gebäude besteht aus nur einem großen Raum, welcher eine Art Thronsaal darstellt. Die Einrichtung und der Thron waren recht schön, im Vergleich zu europäischen Thronsälen aber sehr schlicht gehalten. Gut gefallen hat mir die Decke des Gebäudes, welche bunte Verzierungen hatte und sehr interessant konstruiert war. Hinter und seitlich vom Throngebäude gelegen sind große Gärten und weitere Gebäude, die als Wohngebäude gedient haben. Dabei sind die Gebäude alle im gleichen Stil gehalten und auch die Farbgebung der Dächer, Türen und Fensterläden ist immer gleich.
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| Vor dem Gyeong-Buk Palast |
| Hauptgebäude mit dem Thronsaal |
| Thron |
| Interessante Deckenkonstruktion im Throngebäude |
| Teil des Gartens |
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| Churros mit Schokoloade |
Insgesamt hat mir der Palast gut gefallen, aber da ich so eine Art von Palast noch nie zuvor in real gesehen habe, hatte ich gedacht, dass es mich mehr begeistern würde. Ich denke es lag zum einen daran, dass man Vergleichbares doch schon einige Male im Fernsehen gesehen hat und zum anderen an daran, dass der Palast eher schlicht gehalten ist im Vergleich zu einigen pompösen Prachtbauten in Europa. Es kann aber auch daran gelegen haben, dass ich während der Besichtigung relativ erschöpft war. Die letzte Nacht habe ich nicht gut geschlafen und das mal wieder schwüle Wetter macht einen ziemlich träge.
Nach der Besichtigung des Palasts hatten wir keine Zeit mehr, um einen weiteren Palast zu besuchen. Deshalb haben wir uns entschieden etwas in der Nähe zu essen und dann weiter zu einem kleinen Fluss in Seoul zu gehen. In einem kleinen Imbiss hatten wir zwei Hot Dogs, eine recht interessante Art von Pommes und sogenannte Churros, eine Art von Gebäck ist mit Zucker dran. Wie ich mittlerweile weiß, stammen sie eigentlich aus Spanien, haben es aber anscheinend ins ferne Asien geschafft. Unsere Churrosversion mit Schokolade hat mir sehr gut geschmeckt, genauso wie die Pommes und für koreanische Verhaeltnisse war das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut (Pommes 3500 Won (2,80 Euro), Churros 3000 Won (2,40 Euro)).
Auf dem Weg zum Fluss sind wir an einer Reihe von kleinen Zelten vorbeigegangen, in denen Wahrsager einem die Zukunft voraussagen. Es war schon witzig zu sehen, wie die vielen Zelte dicht aneinander aufgereiht standen.
| Zelte mit Wahrsagern |
Der Fluss, den wir uns angeschaut haben, war sehr beeindruckend. Er liegt mitten in der Innenstadt von Seoul, etwas tiefer gelegen als die Umgebung. Geht man zum Fluss hinunter, kann man am Fluss entlang spazieren gehen. Da der Fluss sehr schön hergemacht wurde und es auch viel Buesche, kleine Bäume etc entlang des Flusses gibt, kann man den Eindruck gewinnen, dass man an einen natürlichen, idyllischen Fluss entlang geht. Schaut man dann allerdings nach oben, so sieht man die riesige Gebäude und es wird einem wieder bewusst, dass man sich in einer riesigen Metropole befindet. Diesen Gegensatz fand ich irgendwie super faszinierend. Bemerkenswert fand ich auch die vielen kleinen Details, die es am Fluss zu entdecken gab. So gibt es mehrere Übergänge, die aus Steinen gelegt wurde, kleine Wasserfälle oder auch eine Art Glücksbrunnen, bei dem man versuchen muss, eine Münze vom Ufer aus rein zuwerfen.
Zwischenzeitlich sind wir noch zu einem nahe gelegenen Straßenfest gegangen. Neben mehreren verschiedenen Ständen, gab es auch einige Aufführungen mit traditionellen, koreanischen Tänzen, die schön anzusehen waren. Um 20:00 Uhr rum ging es dann auf den Heimweg.
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| Fotos vom Fluss in der Innenstadt |










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