War Memorial - Tag 316 und 317

Mittwoch 26.07. und Donnerstag 27.07.

Eigentlich hatte ich ja angekündigt, dass es aus Zeitmangel nur noch Videos geben würde, aber leider ist mir am Dienstag beim Dreh eines Videos die Kamera runtergefallen und nachdem sie anfangs noch funktioniert hatte, musste ich Mittwochmittag feststellen, dass sie im aktuellen Zustand leider erstmal nicht mehr einsetzbar ist. Daher nun die letzten beiden Tage in Korea in Textform.
Zum Mittwoch: Da ich mit dem Einpacken schon gut fortgeschritten war und ich abends eh noch ein Treffen hatte, habe ich entschlossen zum letzten Mal noch etwas in Seoul zu unternehmen, bevor es dann direkt zum Treffen geht. Da Sani ihre Oma besucht hat, musste ich mich allein auf den Weg machen. Meine Wahl für den Tag fiel auf das War Memorial, welches ich zur Mittagszeit erreicht habe. Das Wetter an diesem Tag war zwar sehr warm, allerdings war der Himmel schön blau und klar. Das ersten Mal, dass ich in Seoul war und das es eine gute Weitsicht gab.
Im War Memorial habe ich mir als erstes den großen Außenbereich angeschaut, in dem viele (echte ?) Modelle von Flugzeugen, Panzern, Fahrzeugen, Kanonen etc. ausgestellt waren. Ins Hauptgebäude ging es dann im Anschluss, wo ich mir die verschiedenen Ausstellungen angeschaut habe. Gut die Hälfte der Ausstellungen haben sich mit dem Korea-Krieg beschäftigt. Daneben gab es aber auch Ausstellungen zu allen anderen Kriegen, die es im Laufe der koreanischen Historie gab, sowie eine Ausstellung zu den Aktivitäten der koreanischen Armee seit dem Koreakrieg, wie beispielsweise die Beteiligung am Vietnamkrieg. Da mein Treffen erst recht spät am Abend war, habe ich mir anfangs sehr viel Zeit gelassen. Das Museum ist aber wirklich sehr groß, so dass ich später in Zeitnot gekommen bin, obwohl ich ganze 5 Stunden dort war. Auch wenn ich eigentlich nicht so gerne ins Museum gehe und manche Abschnitte etwas langweilig fand, finde ich, dass sich der Besuch sehr gelohnt hat. Obwohl ich schon grob die Geschichte von Korea und dem Korea-Krieg kenne, habe ich neue Sachen gelernt. Außerdem war es sehr ansehnlich und interessant aufgebaut. Auch sehr positiv: Den ganzen Spaß gibt es zum Nulltarif.

Um 17 Uhr habe ich mich dann aufgemacht zur Incheon Universität, wo ich mich auf 19 Uhr mit Sani und ihrer Professorin verabredet hatte. Das Treffen hat eine knappe Stunde gedauert, in dem wir hauptsächlich über die anstehende Reise gesprochen haben. Nach der Verabschiedung ging es dann wieder nach Hause, wo ich noch etwas am PC gesessen habe und mich unter anderen um meinen Blog gekümmert habe.
Denkmal am Eingang des War Memorial
Teil des Denkmals
Panzer im Außenbereich
Hauptgebäude
Limousine von Kim Il-sung


Am Donnerstag ging es dann hauptsächlich darum Sachen zu packen, Pakete zu verschicken und die Wohnung freizuräumen. Dazu gehörte auch das Verkaufen von Sachen, die ich nicht mit nach Deutschland nehmen möchte, wie beispielsweise meinen Tisch oder mein Bett. Hier zeigte sich leider ein weiterer Kulturunterschied, denn die Koreaner scheinen nicht immer die zuverlässigsten zu sein oder ändern auch spontan ihre Meinung. Schon am Dienstagabend wollte jemand kommen, um meine Mikrowelle zu kaufen und wir sind deswegen extra früher vom Strand nach Hause gefahren. Dort haben wir dann aber vergeblich gewartet, da der Käufer nicht vorbeigekommen ist. Telefonisch erreichbar war er auch nicht. Erst viel später hatte er uns geschrieben, dass er es aus beruflichen Gründen zeitlich nicht mehr geschafft hat. Kann ja sein, dass es so gewesen war, aber dann hätte er wenigstens absagen sollen. Am Donnerstagmorgen kam eine Frau vorbei, die meinen Tisch kaufen wollte. Als wir den Tisch schon in den Hausflur getragen hatten, ist sie erst zu der Erkenntnis gekommen, dass der Tisch nicht ins Auto passt. Da wir die Maße des Tisches online gestellt hatten, hätte man sich auch hier vorher schon darüber Gedanken machen können. Am Donnerstadabend hat der Käufer meines Betts kurzfristig Bescheid gesagt, dass er eine halbe Stunde später kommt. Bei den anderen Verkäufern hat aber alles gut geklappt. Im Endeffekt bin ich so auch alles los geworden, bis auf mein Fahrrad, was ich dann Sanis Bruder vermacht habe.
Am frühen Nachmittag war ich noch für die Fahrt einkaufen. Ich hatte von einer Studentin als Abschiedsgeschenk einen Gutschein über 26.000 Won (~ 21 Euro) von Paris Baguette, einer koreanischen Bäckereikette, erhalten, und habe dies genutzt, um Backwaren zu kaufen. 
Ein wenig später kam Sanghee vorbei und wir sind zusammen zur Post gefahren, um die letzten zwei Pakete aufzugeben. Obwohl ich meinen Pc auseinandergebaut habe und viele Komponenten mit ins Flugzeug nehme, war es immer noch sehr teuer. Insgesamt habe ich für alle vier Pakete 300.000 Won (240€) bezahlt und das obwohl drei Pakete mit dem Schiff geschickt werden. Wir hatten aber auch in sofern Pech, dass die Preise erst zum Juli erhöht wurden, was in meinem Fall ca. 50.000 Won ausmacht. Im Nachhinein war es auch nicht gut überlegt. Für den Lufttransport meines Computergehäuses, dem Mainboard, CPU und einiger Lüfter habe ich gut 100 Euro bezahlt. Besser wäre es gewesen, wenn ich Mainboard und CPU auch noch ausgebaut hätte und das Gehäuse hier verkauft hätte. Auch mit dem Risiko, dass Mainboard und CPU die Fahrt nicht überstehen, wäre ich im Erwartungswert wohl günstiger gefahren. Aber Hinterher ist man immer schlauer ;)
Am Abend ging es dann nochmal in die Stadt. Nachdem ich im Lotte Mart noch scharfes Ramen als Mitbringsel gekauft habe, habe ich mich mit Sanis Familie in einem Restaurant getroffen. Wie so oft gab es koreanisches BBQ, wobei wir heute Schweinerippe hatten, was nochmal etwas besser geschmeckt hat als der typische Schweinebauch. Insgesamt war es ein lustiger Abend. Danach ging es wieder nach Hause, wo mal wieder aufräumen angesagt war.



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