China Town - Tag 8

Mittwoch 21.9.

Entgegen der Ankündigung im Video des letzten Eintrags gibt es hier doch kein Video, sondern nur Text, da ich mich entschieden habe auch Artikel zu schreiben, um Fotos besser zu integrieren.
Sani hat mittwochs keine Uni, so dass wir uns entschlossen haben zusammen etwas zu machen. Da wir nicht zu weit weg fahren wollten, haben wir entschieden Chinatown in Incheon zu besuchen (die einzige richtige Chinatown in ganz Korea). Anders als ich es bislang erlebt habe, waren die Straßen in Incheon sehr voll und der Verkehr zum Teil etwas chaotisch, trotz der vielen Fahrbahnen.
Chinatown war eigentlich genauso, wie ich es aus vielen Filmen kannte. Am Eingang von Chinatown gab es ein großes Tor im chinesischen Baustil, die Straßen waren relativ eng und es gab viele chinesisch aussehende Gebäude, in denen oftmals chinesische Restaurants angesiedelt waren.
Eingang von Chinatown
Eins der vielen chinesischen Restaurants
Dazu gab es verschiedene Verkaufsstände auf der Straße mit interessantem Essen. Da es schon mittags war, haben wir in einem der Restaurants Dumplings (die wir einige Tage zuvor mit Sanis Mutter zusammen gemacht haben) und schwarze Spaghetti gegessen. Als Nachtisch habe ich mir auf der Strasse noch ein frittiertes Eis und ein Art Eiertörtchen gegönnt.

Dumplings und schwarze Spaghetti
Frittiertes Eis
Das frittierte Eis hat mir sehr gut geschmeckt, aber das Eiertörtchen, das mich vom Aussehen her an die sehr leckeren Pasteis de Nata aus Lissabon erinnert hat, war eher enttäuschend. Nachdem wir uns in Chinatown umgesehen haben, sind wir in den nahe gelegenen Park gegangen. Der Park war nicht besonders schön, einziges Highlight war ein Denkmal zu Ehren von Douglas MacArthur, der hier für seine Taten im Koreakrieg als Kriegsheld gefeiert wird. Mehr als jemals zuvor ist mir hier im Park aufgefallen, dass Koreaner, insbesondere ältere Koreaner, wovon es viele im Park gab, oft auf die Straße spucken. Ich hatte vor meiner Ankunft in Korea schon erfahren, dass es hier recht normal ist. Eigentlich dachte ich, dass es mir nicht viel ausmachen würde und normalerweise wäre es auch nicht so schlimm, wenn es dazu nicht diese Geräusche geben würde. Vor dem eigentlichen Spukvorgang wird nämlich recht lautstark die Spucke aus dem Rachen hochgeholt und das hört sich wirklich nicht sehr lecker an.

Tor von Chinatown in den Park
Denkmal von MacArthur
Denkmal von Konfuzius in der Nähe des Parks
Nach dem Park sind wir noch einmal kurz durch Chinatown gelaufen und dann ging es weiter in eine Art Märchenstadt. Dies ist im Grunde nur ein kleines Gebiet, das 5 oder 6 Strassen umfasst und in denen die Geschäfte und Häuser alle ein wenig märchenhaft gestaltet sind. War an sich nicht schlecht, aber es ist eher für Kinder gedacht und war für mich nicht sehr interessant.
Zurück beim Auto haben wir entschlossen noch ein nahe gelegenes Freizeitgebiet zu besuchen. Mittelpunkt des Freizeitgebiets war ein kleiner Berg auf den wir gehen wollten, um von verschiedenen Aussichtspunkten einen Blick auf die Stadt und das Meer zu erhalten. Die Wege, die über den Berg führten, waren sehr schön im Wald gelegen und es war sehr entspannend dort spazieren zu gehen. Auf halber Höhe des Berges kamen wir an einen Ort, an dem man trainieren konnte. Das Trainingsgeräte großzügig in meiner Region verteilt sind, war mittlerweile nichts Neues fuer mich, allerdings war dieser Ort doch noch ein wenig anders. Neben den typischen Geräten, die es überall gibt, und einigen Klimmzugstangen, die man auch ab und zu findet, gab es noch Kurzhanteln, Langhanteln und zwei Bänke zum Bankdrücken. Dazu noch Hantelscheiben mit unterschiedlichen Gewichten. Natürlich waren die Stangen, Hanteln und Gewichte etwas verrostet, aber mitten im Wald diese Trainingsmöglichkeiten zu haben, fand ich schon ziemlich faszinierend und so habe ich trotz immer noch verletzter Schulter der Versuchung nicht wiederstechen können und habe ein paar "Sätze" gemacht.
Treppe am Berg
Trainingsplatz in der freien Natur
Kleiner Trainingssatz
Als wir den ersten Aussichtspunkt des Berges erreicht hatten, war die Sonne leider schon untergegangen. Es war aber noch hell genug, um eine gute Aussicht über Incheon zu haben und auch unsere Insel war gut sichtbar. Aufgrund der vielen Insekten und Motten haben wir uns nach nur wenigen Minuten wieder auf den Weg gemacht. Nachdem wir noch kurz den zweiten Aussichtspunkt besucht hatten, ging es weiter zum Observatorium des Berges. Während man von den Aussichtspunkten jeweils nur in eine Richtung schauen konnte, hatte man vom Observatorium die Möglichkeit in alle Richtungen zu schauen. Da es mittlerweile schon dunkel geworden war, hatten wir einen schönen Blick auf die nächtlichen Lichter von Incheon und Yeongjongdo, unserer Insel.
Blick vom Aussichtspunkt
Blick vom Observatorium auf den Hafen
Auf dem Rückweg zum Auto haben wir uns dann etwas beeilt, da es doch schon etwas kühl geworden war und wir keine Jacken mit hatten. Nachdem es in der ersten Woche nicht nur am Tag sehr warm war, sondern auch noch in der Nacht, war dies das erste mal, das ich abends eine Jacke gebrauchen könnte.
Zurück auf unserer Insel ging es erst noch zum Supermarkt, in dem ich einige interessante Lebensmittel entdeckt habe (siehe Bilder). Danach haben wir auf dem Weg zu meiner Wohnung noch eine Mikrowelle abgeholt, die Sani tagsüber im Internet entdeckt hat. Es geht zwar nur noch ein Knopf, allerdings war sie mit 5.000 Won (4 Euro) auch sehr günstig und für ein Jahr sollte sie vollkommen ausreichen. Bei der Abholung hatte ich die Möglichkeit kurz in die Wohnung des Verkäufers zu schauen, die in einem der Hochhauskomplexe gelegen ist. Von außen wirken die Wohnungen in den Hochhäusern sehr klein und dicht gedrängt, aber zu meiner Überraschung musste ich feststellen, dass die Wohnung doch sehr geräumig war und ich ein falsches Bild hatte.

Tintenfisch
Kleine Oktopusse
Tüte mit kleinen Fischen


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