Samstag 08.10.
Am Samstag Vormittag ist nicht viel passiert. Ich habe die meiste Zeit eigentlich nur am PC gesessen und entweder etwas gezockt oder am Blog gewerkelt. Nebenbei habe ich mich noch mit Roger geschrieben, da wir ursprünglich am Sonntag zur Grenze wollten. Allerdings haben wir festgestellt, dass der interessanteste Part nur mit einer Führung zu sehen ist und haben uns entschlossen daher dieses Wochenende noch nicht zu gehen. Für den heutigen Tag hatte Roger vorgeschlagen nachmittags nach Seoul zu fahren und dann zum Abend hin zum Han-Fluss zu gehen, um sich ein Feuerwerk anzuschauen. Ich war sofort einverstanden und so haben wir uns um halb drei am Nachmittag vor der Metro getroffen. Da Sani leider für die Uni noch einige Aufgaben zu erledigen hatte, konnte sie uns leider nicht begleiten. Sie hatte noch überlegt nachzukommen, aber uns dann später mitgeteilt, dass sie es nicht schaffen kann.
In Seoul war unser erstes Ziel Itaewon, wo ich in meiner ersten Woche schon kurz war. Der Stadtteil ist dafür bekannt, dass es viele Ausländer gibt und sehr international ist. Zudem gibt es auch viele Bars und Restaurants. Dort angekommen, hat sich dies auch gleich bestätigt. So viele Ausländer habe ich seit meiner Ankunft hier in Korea noch nicht gesehen. Ich schätze mal, dass ungefähr jeder Zehnte hier nicht die koreanische Staatsbürgerschaft hat und auch die Koreaner hier sind auf die Ausländer eingestellt und sprechen alle englisch. Normalerweise bin ich es hier gewohnt, dass man keine oder nur sehr wenig Ausländer sieht und so hat es sich dann auch ein wenig so angefühlt als sei man in einer anderen Welt.
Nachdem Roger in einem Imbiss eine Kleinigkeit gegessen hat, sind wir ein wenig durch die Gegend gegangen. Aber schon nach kurzer Zeit hatten wir die interessanten Straßen hinter uns und haben entschlossen Richtung Han-Fluss zu gehen, auf dem das Feuerwerk am Abend stattfinden sollte. Nach 2 bis 3 Kilometer waren wir dann endlich am Ufer angekommen, mussten dann aber nochmal ca die gleiche Strecke zurücklegen, weil das Feuerwerk weiter flussaufwärts war. Ca. 1 km vor dem Feuerwerk wurde es am Ufer schon richtig voll, obwohl es erst in einer guten Stunde losging. Wir hatten uns überlegt, dass wir uns dort irgendwo einen Platz suchen, da wir davon ausgingen, dass es flussabwärts noch voller sein würde. Bevor wir uns aber einen Platz gesucht haben, haben wir noch an einem Verkaufsstand eine Kleinigkeit zu essen geholt. Da es doch recht kühl war und ich aufgrund des Windes schon ein wenig gefroren habe, habe ich einfach das bestellt, was heiß zubereitet worden ist, obwohl ich keine Ahnung hatte, um was es sich handelt. (siehe Bild)
Es hat aber sehr gut geschmeckt und das wichtigste: es war heiß. Von Sani habe ich später erfahren, dass es sich um Tofu gehandelt hat und dass auch der Preis von 2.000 Won (1,60 Euro), den ich als angemessen empfunden hatte, viel zu hoch war für dieses Essen.
Nachdem wir uns einen Platz gesucht hatten, haben wir uns aber nur Minuten später entschieden weiter Richtung Feuerwerk zu gehen. Hauptgrund war, dass es uns einfach zu kalt geworden ist und wir wollte uns noch ein wenig bewegen, bevor das Feuerwerk in 40 Minuten losgeht. Auf dem Weg konnte man dann immer mehr und mehr Menschen sehen, die schon am Flussufer einen Platz gefunden haben. Viele sind auch mit Zelten gekommen und haben die Wartezeit drinnen verbracht oder sogar ein Abendessen abgehalten.
Nachdem wir uns einen Platz gesucht hatten, haben wir uns aber nur Minuten später entschieden weiter Richtung Feuerwerk zu gehen. Hauptgrund war, dass es uns einfach zu kalt geworden ist und wir wollte uns noch ein wenig bewegen, bevor das Feuerwerk in 40 Minuten losgeht. Auf dem Weg konnte man dann immer mehr und mehr Menschen sehen, die schon am Flussufer einen Platz gefunden haben. Viele sind auch mit Zelten gekommen und haben die Wartezeit drinnen verbracht oder sogar ein Abendessen abgehalten.
Kurz vor Beginn haben wir noch einen Platz an einem kleinen Hang gefunden, der aufgrund eines Baumes in unserer Sichtlinie nicht optimal war, aber wir waren zumindest sehr nach dran. Um kurz nach 19:00 startete dann das Feuerwerk, dass aufgeteilt war in drei Teile.
Ich hatte mir eigentlich nicht viel vom Feuerwerk versprochen und hatte hauptsächlich zugesagt, um mal etwas zu unternehmen und rauszukommen. Aber ich muss sagen, dass das Feuerwerk mich echt überrascht hat und sehr beeindruckend war. Insbesondere der erste Teil hat mir sehr gut gefallen. Es gab sehr große und interessante "Figuren" (oder wie soll man das nennen) und auch die Lautstärke einiger Feuerwerkskörper war nicht ohne. Ich habe ein paar Videos gemacht, um euch ein paar Eindrücke zu geben, aber es kommt nicht so gut rüber wie in echt. Absoluter Knaller der drei Teile war jeweils der Schluss an dem sie so viel in die Luft geschossen haben, dass der komplette Himmel am leuchten war.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Teil sind wir noch kurz etwas durch die Gegend gelaufen, da uns wieder zu kalt geworden war. Unser neuer Platz war etwas windgeschützter und somit war es etwas angenehmer. Nichtsdestotrotz war ich am Ende des Feuerwerks komplett durchgefroren und da es Roger ziemlich ähnlich ging, haben wir uns direkt auf den Weg nach Hause gemacht. Dazu ist noch erwähnenswert, dass der "Abfluss" der Masse an Menschen vom Flussufer sehr reibungslos lief. Das lag zum einen daran, dass es viel Polizei und viele Helfer gab, welche die Menschen angeleitet haben, aber hauptsächlich auch daran, dass die Menschen sich sehr ruhig und unaufgeregt verhalten haben. Auch als es auf dem Weg in die Stadt einen kleinen Flaschenhals gab, an dem sich die Leute gestaut haben, ist keiner unruhig geworden und es gab keinerlei Drängelei.
Nachdem wir es endlich zu einer Metrostation geschafft hatten, ging es auf die einstündige Fahrt zurück. Da es draußen sehr windig war und Sani sowieso gerade unterwegs war, hat sie mich von der Metrostation abgeholt und nach Hause gefahren, wo es gleich unter die lang ersehnte heiße Dusche ging.




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