Sonntag 09.10.
Aufgrund der Unterkühlung am Vortag, habe ich mich die erste Hälfte des Tages nicht so richtig fit gefühlt. Zumindest bin ich aber nicht krank geworden, wie ich es gestern befürchtet habe. So kam es auch, dass ich anfangs nicht viel gemacht habe. Im Laufe des Nachmittags ging es mir aber wieder gut und da Sani erst abends Zeit hatte, habe ich mich wieder aufgerafft, um auf meinen Berg zu klettern. Dieses mal war eigentlich mein Plan ein Video vom kompletten Weg zu machen. Leider hat mich oben auf dem Gipfel mein Akku im Stich gelassen und das ganz Video war futsch, was sehr schade war, aufgrund der sehr guten Weitsicht, die wir heute hatten. Aber bei nächster Gelegenheit werde ich nochmal ein neues Video machen. Bevor es wieder bergab ging, war ich noch kurz bei den Trainingsgeräten nahe vom Gipfel, um ein paar Übungen zu machen.
Insgesamt war ich wieder sehr zufrieden mit der Tour. Mit 18 Minuten war ich 1,5 Minuten schneller oben als letztes mal und die Aussicht war wirklich perfekt. Schade war allerdings, dass es doch sehr kühl war. Mit 16 Grad war es heute so kalt wie noch nie seit meiner Ankunft und dazu war es etwas windig. Wenn man die gesamten letzten Tage betrachtet, so merkt man, dass sich das Wetter doch langsam ändert und es jetzt zunehmend kälter wird. Für die nächsten Tage sind zwar wieder höhere Tagestemperaturen als heute angesagt, aber in den Nächten wird es recht kalt werden. Wenn ich auch in den nächsten Wochen auf den Berg möchte, sollte ich mir langsam entsprechende Klamotten besorgen.
Nach der kleinen Tour war ich noch kurz zu Hause, bevor mich Sani abgeholt hat, um mit ihr und ihren Eltern in der Stadt zu essen. Das Restaurant hatte einen etwas merkwürdigen Namen, der übersetzt ungefähr "Oktopusfrau und Schweinemann" lautet. Zu essen gab es wieder allerlei verschiedene Sachen. Wie typisch in Korea werden alle Sachen mitten auf den Tisch gestellt und jeder ist dann davon. Einen richtigen Teller hat man nicht, sondern nur eine kleine Schale, in der man kurzfristig sein Essen ablegen kann. Eines der Hauptgerichte war Schweinefleisch, welches auf einer Platte direkt am Tisch angerichtet wird. Neben dem Fleisch konnte man noch Pilze und Knoblauch auf der Platte braten. Am Rand der Platte gab es einige Vertiefungen, in denen Rührei gekocht wurde oder in denen Kimchi lag. Eine weiter Hauptspeise war in einer größeren Schale die unter anderem Oktopus enthalten hat.
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| Kochplatte mit Fleisch und Pilzen in der Mitte. Am Rand Rührei, Kimchi etc. |
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| Eingelegte Zwiebeln. Salz und Soße für das Fleisch und Knobloauch |
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| Verschiedene Beilagen |
Als Getränk gab es wie immer Wasser, welches man kostenlos zum Essen dazubekommt. Dazu hatten Sani und ich etwas Bier, während Sanis Eltern Soju getrunken haben. Zum Schluss hat Sanis Vater noch eine Flasche Makgeolli, einem traditionellen Koreanischen Getränk bestellt. Es wird aus Reis hergestellt und hat ca 6% Alkohol. Wie es sich gehört, haben wir es aus kleinen Schalen und gut gekühlt getrunken. Geschmacklich war es okay, aber wirklich gut geschmeckt hat es mir nicht. Später habe ich allerdings erfahren, dass er im Vergleich zu anderen Alkoholen mehr Eiweiß, aber weniger Kalorien hat. Vielleicht sollte ich mich doch an den Geschmack gewöhnen :)
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| Schale mit Makgeolli |
Zurück nach Hause ging es dann mit dem Fahrrad, dass ich am Vorabend an der Metrostation habe stehen lassen.








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